Urban Gardening – so verändern grüne Oasen unsere Städte – Tas

Urban Gardening – so verändern grüne Oasen unsere Städte

von Esther Hetzert am 25. April 2016

 

Foto: fotolia.com/Albanchiaraa

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Gärten prägen nicht nur das Leben von Menschen in ländlicheren Gegenden, sie machen auch zunehmend Städter glücklich. Und wir meinen hier nicht Schreber- oder Balkongärten. Die Rede ist von urbanem Gartenbau, oder auch Urban Gardening. Urbaner Gartenbau bedeutet mehr als nur ein paar Blumenkästen zu bepflanzen. Es geht um Mini-Landwirtschaft im direkten Wohnumfeld, zu finden auf Hausdächern oder ungenutzten Grünflächen. In kleinen Gewächshäusern oder Beeten gedeihen nun Gemüse und Blumen, die man früher einkaufen musste.

Immer mehr Menschen entdecken Urban Gardening als Alternative zum Supermarkt. Dabei ist es gar nicht so neu. Im New York der 70er Jahre legten Hausgemeinschaften in so genannten Community Gardens Beete für Blumen und Gemüse an und schufen grüne Oasen mitten in Manhattan. Dass Urban Gardening auch in Deutschland ein immer wichtigeres Thema wird, liegt an mehreren Dingen. Vielfach sind Umwelt und Energie Beweggründe für den Eigenanbau.

Sicher, wenn man seltener zum Einkaufen fahren muss, weil man eigenes Gemüse erntet, freut sich auch die Umwelt über den geringeren CO2-Ausstoß. Hinzu kommt, dass Ernährung heute generell einen höheren Stellenwert einnimmt als früher. Wo kommt unser Essen her? Wurde es irgendwie behandelt und wenn ja, wie? Wurde es sozial gerecht produziert? Mit Urban Gardening kann man seine Ernährung selbst bestimmen. Das beflügelt viele, die Schaufel in die Hand zu nehmen. Und dann gibt es da noch den sozialen Aspekt. Gemeinschaftsgärten sind ein Ort der Begegnung. Zusammen hat man in der Erde gebuddelt und am Ende in der Gruppe etwas Kreatives und ökologisch Nachhaltiges geschaffen. Ökologie, Kreativität, Ernährung, Gemeinschaft – diese Kombination macht Urban Gardening letztlich aus.

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