Tässchen Kaffee gefällig? Die Leber wird sich freuen – Tas

Tässchen Kaffee gefällig? Die Leber wird sich freuen

von Esther Hetzert am 1. März 2016
Foto: fotolia/Sabine Hürdler

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Das sind mal gute Nachrichten für alle Kaffeetanten (und natürlich –onkel): Kaffee macht gesund. Haben wir es nicht immer schon geahnt – oder zumindest gehofft? Nun aber ist es wissenschaftlich belegt. Wer viel Kaffee trinkt, kann Krankheiten abwenden und sogar die Einnahme von Medikamenten überflüssig machen.

Laut einer britischen Studie schützt der Muntermacher vor Leberzirrhose, Diabetes und diversen Krebsarten. Zudem ist er gut für die Gefäße und verbessert das Erinnerungsvermögen, haben die Wissenschaftler der University of Southampton herausgefunden. Fast eine halbe Million Frauen und Männer aus sechs Ländern ließen sich für diese Erkenntnisse auf Herz und Nieren, aber vor allem auf Leber prüfen.

Der Schwerpunkt lag nämlich auf der Frage, wie der Genuss von Kaffee Leberzirrhose beeinflusst. Und was soll man sagen? Je mehr Kaffee die Probanden tranken, desto seltener entwickelte sich bei ihnen die Krankheit. Das Organ wurde durch das schwarze Gebräu regelrecht geschützt.

Demnach genügt schon eine Tasse am Tag, um das Risiko einer Zirrhose um ein Viertel zu verringern, zwei Tassen reduzieren es um etwa die Hälfte und vier Tassen um zwei Drittel, so die Beobachtung der Mediziner. Ein wissenschaftlicher Beweis, dass das ausschließlich am Kaffeekonsum lag, ist das noch nicht. Ein Zusammenhang liegt trotzdem nahe. Schon früher hatte man in Tierversuchen festgestellt, dass das Lebergewebe von Mäusen weniger krankheitsanfällig war, nachdem sie Koffein bekommen hatten.

Was den Mäusen gut tut, scheint also auch beim Menschen zu wirken. Und wenn nur ein Hauch von dem stimmt, was die Studie sagt, dann heißt das für meine Leber: Alles im grünen Bereich. Denn unter drei Pötten Kaffee pro Tag fange ich gar nicht erst an. Also dann: Auf ein langes Leber … – ääh Leben!

Esther Hetzert

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Esther Hetzert ist bergisch durch und durch. In Solingen aufgewachsen hat es sie nach einem Schlenker über Köln nach Bergisch Gladbach verschlagen. Das journalistische Handwerk hat sie von der Pike auf gelernt. Nach dem Studium der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik in Köln und Wuppertal volontierte sie beim Solinger Tageblatt. Seit 1997 arbeitet sie als Redakteurin. Inzwischen hat sie ihr eigenes Redaktionsbüro und unterstützt seit Oktober 2015 das Team der tas als Autorin.
Ihre Studienfächer lassen es schon erahnen: Esther hat einen ausgeprägten Hang zum englischsprachigen Raum. Besonders hat es ihr Großbritannien angetan, und dort vor allem die Royal Family. Zwar lebt sie im wahren Leben mit ihrer Familie in „Gläbbisch“. In ihren Träumen aber residiert sie längst in Windsor Castle.

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