OLYMPIA: SPORTEVENT DER SUPERLATIVE – Tas

OLYMPIA: SPORTEVENT DER SUPERLATIVE

von Anja Kuhn am 28. Juli 2016
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Um die Entstehungsgeschichte des größten Sportevents der Welt ranken sich die unterschiedlichsten Mythen. Sie werden in fünf Epochen eingeteilt: Von Wagenrennen über Wettlauf bis hin zu Leichenspielen ist hier die Rede. Weitaus sympathischer liest sich die Aufzeichnung der zweiten Epoche, dass die Spiele als Weisung durch das Orakel von Delphi entstanden sind, um mit Hilfe eines alljährlichen Freudenfestes Frieden zu stiften. In der dritten Epoche – auch goldenes Zeitalter genannt – entstand eine gewisse Form der Organisation. Als kulturelles Fest dauerte es fünf Tage, an dessen ersten Tag Athleten, Kampfrichter und Zuschauer im heiligen Bezirk Olympia zusammentraten um dort den Eid zur Einhaltung der Regeln abzulegen.

Staatsmänner und Fürsten nahmen als Athleten teil und Olympia wurde zu einem kulturellen Mittelpunkt Griechenlands und des gesamten Mittelmeerraums. Im darauffolgenden silbernen Zeitalter bröckelte das Ansehen. Kriege schwächten die Griechen, ihnen fehlten die Athleten. In der Folge traten weniger gute Sportler auch aus Kolonien an und Olympia entwickelte sich mehr und mehr zu einem Wallfahrtsort. Als Griechenland schließlich seine Selbstständigkeit an das sich immer weiter ausdehnende römische Reich verlor, sank die Bedeutung der Olympischen Spiele bis sie 393 n. Chr. von Kaiser Theodosius als heidnischer Kult völlig verboten wurden.Erst 1896 wurden sie von Baron de Coubertin wieder ins Leben gerufen. Er verband mit der olympischen Idee die Verwirklichung seiner pädagogischen Ziele. Dazu gehörte, dass die sportliche Ausbildung Teil der Erziehung sei.
Er war bis 1925 der führende Kopf der Olympischen Spiele.
Am 5. August dieses Jahres – 120 Jahre nach der Wiederbelebung der Spiele – werden im Maracanã-Stadion 10.500 Athleten aus 206 Nationen bei der Eröffnung der Olympischen Spiele 2016 dabei sein, wenn die Flamme des
Friedens nach ihrem langen Weg aus Griechenland bis nach Brasilien entzündet wird. Dann beginnt der größte Sportwettkampf, den die Welt zu sehen bekommt – und das erstmalig in Südamerika. Innerhalb von 17 Tagen werden 306 Medaillen erkämpft und verliehen. In vier Stadtteilen geht es dabei hoch her: Maracanã, Deodora, Barra und Copacabana.
Jedes Jahr kommen neue Disziplinen zu der olympischen Familie dazu. In diesem Jahr sind es Golf und Rugby. Völlige Neulinge sind jedoch beide nicht. Golf gehörte 1900 und 1904 schon einmal dazu, Rugby bis 1924 – wenn auch bis dahin mit Unterbrechungen. Voraussichtlich wird die Deutsche Olympiamannschaft rund 450 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stark und in 26 oder 27 der 28 Olympischen Sportarten vertreten sein.

WUSSTEN SIE SCHON, DASS:

100.000 Stühle
8.400 Federbälle
60.000 Kleiderbügel
72.000 Tische
25.000 Tennisbälle
34.000 Betten und 11 Millionen Essen ins
Olympische Dorf geliefert werden?
6.500 Angestellte, 45.000 Freiwillige,
85.000 ausgelagertes Personal mitwirken?

Foto: fotolia.com/elaborah

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PARALYMPISCHE SPIELE

Die Geschichte der Paralympics beginnt 1948 mit den Sportspielen für Rollstuhlfahrer
in Aylesbury/England, die am gleichen Tag wie die Olympischen Spiele in
London eröffnet wurden. 14 kriegsversehrte Männer und Frauen nahmen daran teil.
1960 war Rom Austragungsort der ersten „Weltspiele der Gelähmten“.
Seitdem sind Rhythmus und Austragungsort identisch mit den Olympischen Spielen – jedoch um drei Wochen
zeitversetzt. Bewerber für die Austragung der Olympischen Spiele müssen seit 2012 die Paralympischen Spiele
mit einbeziehen.
In diesem Jahr finden sie vom 7. bis 18. September statt. 4.350 Athleten aus 176 Nationen werden in diesen
11 Tagen in 23 Sportarten um 528 Medaillen kämpfen. Ein Klassifizierungssystem teilt die Sportler in unterschiedliche
Kategorien ein. Je nach Art und Ausprägung der Behinderung starten die Sportler in den jeweiligen
Sportarten in unterschiedlichen Behinderungsklassen. Das Klassifizierungssystem soll Chancengleichheit in den
Wettkämpfen ermöglichen.

WUSSTEN SIE SCHON, DASS:

17 Fußbälle
2.300 Augenbinden
3.142 Zielscheiben
6.720 Tennisbälle
6.480 Tischtennisbälle
10.000 Betten und 3,5 Millionen Essen ins
Paralympische Dorf geliefert werden?
5.000 Angestellte, 25.000 Freiwillige,
45.000 ausgelagertes Personal mitwirken?
… die deutschen Sportler für die Olympischen
und die Paralympischen Spiele im
gleichen Haus direkt am Barra Blue Beach
Point wohnen werden?

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