lit.COLOGNE: Die Idee kam beim Eisessen – Tas

lit.COLOGNE: Die Idee kam beim Eisessen

von Esther Hetzert am 20. Dezember 2015

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Die besten Geistesblitze hat man oft an ungewöhnlichen Orten. So war es auch bei der lit.COLOGNE, die zwischen dem 8. und 19. März 2016 zum 16. Mail stattfindet. Während einem in Köln allgemeinhin bei einem Kölsch die tollsten Sachen einfallen, geschah es im Fall des Literaturfestivals über einem Eisbecher. Autor Werner Köhler, früher Geschäftsführer der Mayerschen Buchhandlung am Neumarkt, saß mit Verlagspartner Rainer Osnowski in einer Eisdiele, als er laut darüber nachdachte, an nicht alltäglichen Locations Literaturlesungen zu veranstalten. Mit Edmund Labonté, ebenfalls aus der Verlagsbranche, holten sie einen dritten Partner hinzu. Die lit.COLOGNE war beschlossene Sache.

Dass daraus eines der größten Literaturfestivals in Europa werden würde, war damals sicherlich noch nicht absehbar. Obwohl – schon bei der Auftaktveranstaltung im Jahr 2001 hätten man was ahnen können. Schon da bewiesen die Macher der lit.COLOGNE ein gutes Händchen in punkto Gästeliste. Wer da alles zusagte! Nur große Namen. Wenn schon, denn schon. Aber bitte mit Sahne.

So las Rufus Beck, dessen Stimme aus deutschen Kinderzimmern kaum noch wegzudenken ist, aus Harry Potter-Büchern vor. Moderatorin Charlotte Roche gab ihr Stelldichein, ebenso wie die Schauspielerinnen Senta Berger und Hella von Sinnen sowie Autorin Cornelia Funke.

Mit seinem Mix aus klassischen Lesungen, Diskussionen zu politischen Themen und Elementen aus Theater und Kabarett wurde das Festival schnell zum kulturellen Highlight. Und so konnte man von Jahr zu Jahr den Pegel namhafter Gäste nicht nur halten, sondern noch steigern. Auch die Festivaldauer wuchs. Während 2001 nach fünf Tagen schon wieder alles vorbei war, muss man 2016, wenn sich die lit.COLOGNE zum 16. Mal jährt, für zwölf Tage Sitzfleisch mitbringen. 2001 kamen 30.000 Besucher, 2014 wurde dann die 100.000er-Marke geknackt.

Das Festival wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Kölner Kulturpreis. 2006 schaffte es die lit.COLOGNE sogar ins Guinness-Buch der Rekorde für die größte Deutschstunde der Welt in der ausverkauften Lanxess-Arena. Seit Herbst 2012 gibt es die lit.COLOGNE-Spezial, seit 2013 findet im Mai oder Juni die phil.COLOGNE statt, bei der sich zeitgenössische Philosophen austauschen.

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