Immer locker bleiben beim Zahnarzt – Tas

Immer locker bleiben beim Zahnarzt

von Esther Hetzert am 13. Januar 2016
Foto: IfzL

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Ein Besuch beim Zahnarzt gehört für viele nicht gerade zu den Terminen, bei denen man vor lauter Vorfreude in die Hände klatscht. Im Gegenteil: Viele Menschen haben ein mulmiges Gefühl oder sogar Angst, so dass sie bei Beschwerden eher zu Schmerzmitteln als zum Telefonhörer greifen, um einen Termin zu vereinbaren.

Dabei kann ein Zahnarztbesuch so entspannend sein. Glauben Sie nicht? Doch, das geht. Mit Lachgas. Das altbekannte Mittel sorgt für eine angstreduzierte Behandlung. Zudem wirkt es
schmerzstillend, ersetzt aber nicht eine lokale Betäubung. Die Sedierung erfolgt über eine spezielle Nasenmaske, über die der Patient das Lachgas einatmet. Es ist farb-, geschmack- und geruchlos, löst die Anspannung und schont den Organismus. Schon fünf Minuten nach Behandlungsende ist die Wirkung durch Einatmen von reinem Sauerstoff wieder aufgehoben.

Für viele ist die Lachgas-Sedierung die letzte Rettung vor der Vollnarkose. Immerhin sechs bis 14 Prozent der Bevölkerung leidet laut einer Studie an einer Zahnarztphobie. Dabei ist Lachgas nicht neu. Erstmals setzte der amerikanische Zahnarzt Horace Wells es Mitte des 19. Jahrhunderts ein. In den 1970er Jahren löste das stärkere Narkosemittel Articain das Lachgas fast vollständig ab. Doch inzwischen hat man das Lachgas wiederentdeckt.

Zwar kann es mit Schmerzkillern wie Articain & Co. nicht mithalten. Vielmehr schätzen viele Zahnärzte die angstlösende Wirkung. Der Patient bleibt gelöst und ansprechbar.

Ein weiterer positiver Effekt: Durch Lachgas verliert er das Zeitgefühl. Und so kann es durchaus passieren, dass ein Angstpatient die Praxis verlässt und überrascht feststellt, dass die Zeit wie im Fluge vergangen ist. Ein Gefühl, das er ohne Lachgas vermutlich nicht gehabt hätte. In Gummersbach arbeitet die zahnärztliche Gemeinschaftspraxis Dr. Sieper & Didszuweit-Mathia mit Lachgas.

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