FITNESS-TREND: MIT EMS STEHT DIE MUSKULATUR UNTER STROM – Tas

FITNESS-TREND: MIT EMS STEHT DIE MUSKULATUR UNTER STROM

von Esther Hetzert am 14. August 2016

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Wer regelmäßig Muskeltraining macht, kommt früher oder später an den Punkt, an dem er neue Herausforderungen sucht. Schon seit geraumer Zeit gibt es für diejenigen, die mal was Neues ausprobieren wollen, eine interessante Alternative: „Elektro-Myo-Stimulationstraining“ oder kurz: EMS. Nicht nur Gelangweilten kann EMS die gewünschte Abwechslung sowie neue Reize für die Muskeln bieten. Auch für Sportmuffel oder Menschen mit wenig Zeit könnte EMS das Richtige sein. Professionellen Trainern zur Folge reichen schon 20 Minuten pro Woche für einen knackigen Körper. Und wer will den nicht? Kein Wunder also, dass EMS Studios
regen Zulauf haben. Was verbirgt sich hinter dieser Trainingsart?

VERKABELUNG KOMPLETT

Viele Sportler setzen auf EMS, weil sie nur damit Muskelregionen gezielt ansprechen können, die sie mit normalen Übungen gar nicht erreichen. Beim EMS-Training werden Elektroden an Armen, Beinen, Rücken, Bauch und Brust angebracht. Zudem trägt man angefeuchtete Kleidung. Ein angeschlossenes Gerät sendet dann über die Elektroden Strom in den Körper. Dadurch zieht sich die Muskulatur zusammen und der Trainierende muss mit seiner eigenen Muskelkraft dagegenwirken. Außerdem muss er parallel dazu bestimmte Halteübungen machen. Wie stark der Strom ist, bestimmt der Trainer – je nach Fitness und Körperteil.

Muskelaufbau durch Strom ist nichts Neues. Physiotherapeuten setzen seit langem darauf, um bei Patienten einzelne Muskelpartien, z. B. nach Knie- Operationen, zu kräftigen. Genau hier liegt ein Kritikpunkt: In EMS-Studios wird der gesamte Körper trainiert. Vor allem bei zu häufigem und langem Training können vor allem Ungeübte gesundheitliche Probleme bekommen.

NICHT ÜBERTREIBEN MIT DEM TRAINING

Laut einer Studie der Sporthochschule Köln wird das Enzym Creating-Kinase nach dem EMS-Training bis zu 18 Mal mehr ausgeschüttet als bei „normalem Training“. Dass der CK-Wert bei Muskeltraining ansteigt, ist normal. Dass er in dem Maße ansteigt, nicht. Vor allem die Nieren, die den Stoff abbauen müssen, können dadurch geschädigt werden. Ein bis zwei Mal EMS pro Woche sollte daher das Limit sein. Trainer sollten Kunden umfassend über
Nutzen, aber auch über Gefahren aufklären. Dann kann EMS eine hervorragende Methode sein, sich fit zu halten.

 

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