FASZINATION FASZIEN WAS SIE KÖNNEN – WOFÜR SIE DA SIND – Tas

FASZINATION FASZIEN WAS SIE KÖNNEN – WOFÜR SIE DA SIND

von Esther Hetzert am 30. September 2016
Foto: fotolia.com/Printemps

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Faszien ist ein anderer Begriff für Bindegewebe. Abgeleitet wird er aus dem Lateinischen „Fascia“ für „Band“. Die weißlichen, fast durchsichtigen „Bänder“ durchlaufen den gesamten Körper. Wie ein Netz umhüllen sie einzelne Muskeln, aber auch Knochen, Organe und Nerven. Mal sind sie hauchdünn, mal mehrere Millimeter dick, aber immer extrem zäh. Sie sind auch verantwortlich für unsere äußere Erscheinung. Sie verleihen unserem
Körper ihre Form. Faszien sorgen dafür, dass die Lymphe abfließen kann. Die Flüssigkeit transportiert Abbauprodukte aus den Zellen ab und bringt neue Aufbaustoffe hin. Dabei werden die Lymphen von der Muskulatur unterstützt. Läuft alles optimal, gleiten Muskeln und Faszien weich aneinander. Sind die Faszien aber verspannt oder verhärtet, gerät dieser Transport ins Stocken.

VOLKSKRANKHEIT RÜCKENSCHMERZEN

Gerade für Rücken-, Nacken- oder Schulterschmerzen sind verklebte oder zu harte Faszien oftmals die Hauptursache. Derlei Beschwerden haben aber nicht nur körperliche Ursachen. Oft spielt auch die Psyche eine Rolle.
Sind wir seelisch angespannt, spannen wir oft unmerklich den Körper an und damit die Faszien. Rückenschmerz-Patienten können ihre Beschwerden häufig nur schwer lokalisieren. Mit der Entdeckung, wie bedeutend die Faszien sind, sind Mediziner in Sachen Ursachenforschung ein gutes Stück vorangekommen. Demnach liegt des Rätsels Lösung nicht in der klassischen Bandscheiben-OP, sondern in der Bewegung. Oder sollte man sagen: deren Mangel?

DIE LÖSUNG LIEGT IN DER BEWEGUNG

Schonhaltungen durch Schmerzen sowie Stress verhärten die Faszien. Sind sie verklebt, entsteht Stillstand. Die Muskeln werden starr, was uns wiederum unbeweglich macht. Wir stecken sozusagen in einem Teufelskreis.
Umso wichtiger ist es, Sport zu treiben. Am besten natürlich, bevor überhaupt Beschwerden auftreten. Oder, falls sie schon da sind, wenigstens zu dehnen oder gezielte Übungen mit einem Physiotherapeuten zu machen.

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