Ernährungstrends 2016: Von DIY bis Fast Good – Tas

Ernährungstrends 2016: Von DIY bis Fast Good

von Anja Kuhn am 14. Januar 2016

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Erinnert ihr euch noch an diese Werbung: „Mein Haus, mein Auto, mein Boot“? Bei der Definition von Lebensstandard spielt heute die Ernährung eine zunehmend wichtige Rolle. Die Ernährungsexpertin Hanni Rützler vertritt die These, dass wir uns zukünftig über unsere Ernährung definieren. „Mein Essen, mein Lieblingsort zum Essen und mein liebster Genusspartner“ könnte es dann wohl heißen.

Der wichtigste Trend ist dabei das „Selbermachen“. DIY steht nicht mehr nur für kreatives Handwerken sondern ganz besonders auch für kreatives Kochen in der eigenen Küche. Bewusst einkaufen –noch nie waren Lebensmittelbereiche in Supermärkten einladender und attraktiver – sich Zeit nehmen für das Kochen und dann zum krönenden Schluss das selbst geschaffene mit vollem Genuss zu verzehren. Einkaufen, Kochen, Genießen ist Teil unseres Lebensgefühls geworden.

Zogen vor einigen Jahren vegan, Gluten frei, koscher und halal als Schlagworte in unseren Genuss—Sprachschatz ein, haben sie heute längst tiefgreifende Veränderungen in Kühlschränken und der Gastronomie hervorgerufen. Gerichte mit diesen Eigenschaften sind nicht mehr stiefmütterlich am Rande der Speisekarten zu finden sondern gehören selbstverständlich als eigene Rubrik dazu.

Bei bewussten Essern rücken neben den gesundheitlichen Aspekten zunehmend spirituelle Gesichtspunkte in den Vordergrund. Essen wird bei ihnen zu einer Ersatzreligion. Daher wird diese Genussrichtung „Spiritual Food“ genannt. Gleichzeitig zieht eine neue Form der Genuss-Bodenständigkeit in die Gastronomie ein. Die Rückbesinnung auf klassische Gerichte ist stark im Kommen.

Die klassischen Tageszeiten für Mahlzeiten treten hingegen in den Hintergrund. Durch die Veränderungen unsere Arbeits- und Freizeitwelt wird das rund um die Uhr und überall essen zu können immer wichtiger. Diese Entwicklung wird als „Infinite Food“ bezeichnet. Der Trend geht aber auch hier stetig weg von schwerem und fettigem Essen hin zu den ausgewogenen und gesunden Speisen. Sie erleichtern es uns, fit und energiegeladen durch den Tag zu gehen. Der Einsatz von möglichst unveränderten, frischen Lebensmitteln führt dazu, dass sich das klassische „Fast Food“ zum „Fast Good“ entwickelt.

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