Ein ökologisches Taucherparadies – das größte Unterwassermuseum Europas – Tas

Ein ökologisches Taucherparadies – das größte Unterwassermuseum Europas

von Nina-Valerie Krug am 14. Februar 2016

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Fotos: Jason deCaires Taylor

Es hat etwas Mystisches, Geheimnisvolles und auch Faszinierendes: Das größte Unterwassermuseum Europas – das Museo Atlántico, das am 25. Februar 2016 unter dem Oberthema „Die Verteidigung des Ozeans“ seine Wasserpforten öffnet.

Vor der Küste des Playa Las Coloradas im Südwesten von Lanzarote errichtet der mehrfach für sein Kunst ausgezeichnete Brite, Jason de Caires Taylor, seinen Skulpturenpark. Mit dem Museo Atlántico realisiert er in der kanarischen Region nicht nur ein Paradies für Taucher, sondern macht zusätzlich auf unseren Umgang mit den Meeren aufmerksam.

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Auf ca. 400 Quadratmetern, 14 Meter unter der Wasseroberfläche versenkt Taylor seine pH-neutralen Zement-Figuren. Nach dem Vorbild echter Menschen und gelebter Szenarien geschaffen, lässt er sie für Taucher, Schnorchler oder bei einer Glasbodenbootfahrt sichtbar werden. 300 Figuren sollen es insgesamt werden. Die Fertigstellung ist für Januar 2017 geplant.

Seine einzigartigen Installationen berühren. Einige thematisieren unseren Alltag, andere unsere Beziehung zu den sozialen Medien. „El Rubicón“ zeigt 35 Figuren mit geschlossenen Augen, die sich scheinbar wie auf ein unsichtbares Tor zu bewegen – unheilvoll wie in eine andere Welt. „Balsa de Lampedusa“ erinnert an die nahezu täglich stattfindenden Dramen auf dem Meer: Es zeigt ein Schlauchboot mit Flüchtlingen, ihre Gesichter wirken ausdruckslos, ihre Körper erschöpft. Eine Arbeit die nicht nur als Denkmal für die vielen verlorenen Menschenleben gesehen werden soll, sondern auch als ständige Warnung an die (Um-) Welt- und Wertegemeinschaft.

Mit einer geschätzten Haltbarkeit von rund 300 Jahren wird sich auf den Skulpturen ein neuer Lebensraum für Fische, Korallen und Algen auf den Statuen entwickeln. Taylor schafft damit ein künstliches neues Riff, an dem sich Mensch und Natur respektvoll begegnen.

Das Projekt vor Lanzarote ist nicht Taylors erste Arbeit unter Wasser. Der bildende Künstler und Fotograph verwirklichte bereits zwei weitere Parks. Vor der Fraueninsel nahe Cancún in Mexiko und vor der Karibikinsel Granada. Er schafft damit faszinierende Erlebnisse, außerhalb unseres gewohnten Lebensraums.
Weitere Infos auf www.jasondecairestaylor.com – info@underwatersculpture.com – Spain: +34 649 076 224

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