Bücherwurm oder E-Book-Reader? (2. Teil) – Tas

Bücherwurm oder E-Book-Reader? (2. Teil)

von Anja Kuhn am 26. Juli 2016

Lyrik aus der Tiefe der Seele

Einem gänzlich anderen Genre hat sich die Gummersbacherin Monika-Andrea Hondru verschrieben. Sie begann bereits im Alter von 12 Jahren damit, ihre Gedanken und Gefühle in Gedichten zu verarbeiten. Geboren und aufgewachsen in Rumänien lebte sie zunächst 14 Jahre in München bis sie vor rund sechs Jahren nach Gummersbach kam. Nach „Der Schneeball aus Gold“, „Seelenfinsternis“ und „Wüstenrose“, die in Rumänien veröffentlicht wurden, erschien im März 2016 ihr viertes Buch „Die Stille – meine Seele spricht“ in deutscher Sprache. Es ist im Verlag Kern erschienen. Die Gedichte darin handeln von Liebe, Enttäuschung, von Hoffnung und Trauer und lassen ihre Emotionen greifbar erscheinen.

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Monika-Andrea Hondru hat sich bewusst dazu entschieden, zunächst ein gedrucktes Buch herauszubringen. Es immer wieder zur Hand zu nehmen, darin zu blättern und einzelne Gedichte wiederholt zu lesen ist ihr sehr wichtig. „Ein Buch ist wie eine Gedankenwelt die man in den Händen trägt. Es kann als Geschenk übergeben werden und bleibt unersetzbar. Eine persönliche Widmung, eine Liebeserklärung oder einen besonderen Dank machen ein Buch zu etwas ganz besonderem und individuellen!“ Inzwischen gibt es auch eine E-Book-Variante.

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Monika-Andrea Hondru arbeitet bereits an ihrem fünften Buch. Sie hat in Gummersbach einen Lesezirkel gegründet. Regelmäßig kommen hier Autoren unterschiedlichster Genres zusammen, berichten über ihre Ideen, tauschen sich darüber aus und entwickeln sich so gemeinsam weiter. Außerdem organisiert sie Lesungen in Zusammenarbeit mit weiteren Autorinnen und Autoren sowie mit Künstlern. Unter dem Motto „Lyrik trifft Kunst“ ist für Ende August eine Veranstaltung mit dem Künstler Ingo Platte geplant.

 

Leseprobe aus „Die Stille – meine Seele spricht“

Ich schlafe …

Ich schlafe mit meinen Träumen in meinem Herz

Und unter einem Himmel voller Schmerz

Wache ich auf, sind keine Sterne mehr

Ich vermisse mein Glück so sehr…

Ich schlafe weinend und vielleicht alleine,

Im Dunkeln, es ist kalt und weh tun mir die Beine

Mein Kopf platzt vor Schmerz

Ich sterbe hier, ich meine es ernst!

Ich schlafe oder sterbe, wo ist der Unterschied?

Ich nehme mir nur so einen Abschied.

Bis zum nächsten Leben bleibe ich dazwischen

Und jemand will mir die Erinnerung wegwischen!

Ich schlafe, und andere vielleicht tun das nicht

Sie haben Wärme, Liebe und viel Licht…

Ich schlafe, vielleicht vergesse ich so ein wenig

Vom Schmerz und Leid, sind wir doch einig?!

Ich schlafe bis morgen früh, und schauen wir mal, was noch wird.

 

Nimm meine Liebe nicht

Du hast meine Seele geraubt

Zweifellos versuche ich, nicht mehr an Dich zu denken

Du bist in mir und gehst nicht mehr weg

Die Zeit hat unsere Seelen zerrissen

Die Erinnerungen decken uns zu wie der Tau

Ich will sie vergessen, aber ich habe Angst

Deine Seele ruft mich wieder zurück

Deine Augen brennen mich heiß

Süßes Geflüster ohne Worte…

Bringt mich Deinen rebellischen Gedanken näher

Mein Wunsch ist bei Dir

Ich sehne mich nach Dir…

Du saugst meine Liebesenergie auf

Mit jedem Atemzug hast Du mich berauscht

Eine Lichtspur von Sternen fällt unwirklich

Ich sehne mich nach Deiner göttlichen Berührung

Sie führt mich durch das Universum wie ein Licht

Ich möchte Dich nur in meinen Armen halten

Tausend Jahre, wieder und wieder…

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