Bücherwurm oder E-Book-Reader? (1. Teil) – Tas

Bücherwurm oder E-Book-Reader? (1. Teil)

von Anja Kuhn am 24. Juli 2016

Vor über zwanzig Jahren wurde das Sterben der gedruckten Medien und das völlig papierlose Büro vorhergesagt. Bücher, Zeitungen und Zeitschriften? Nein, die sollte es nicht mehr geben. Und überhaupt – Papier werde völlig verschwinden. Wir sind auf dem besten Wege dazu, aber völlig verschwinden wird das gedruckte Wort sicher nicht. An der digitalen Entwicklung kommen wir nicht vorbei – und das ist gut so. Sie hat unser gesamtes Kommunikationsverhalten erheblich verändert. Auch unser Leseverhalten.

Online-Medien verhelfen zu einem schnellen Überblick über das Tages- und Zeitgeschehen, liefern umfassende und weit verlinkte Fachartikel, so dass der Leser sich immer weiter hinein in die Materie klicken kann.

Auch im Buchhandel ist das digitale Lesen eingezogen. Als Ergänzung zu dem gedruckten Buch haben sich E-Book-Reader fest etabliert. Egal wie viele Seiten ein Buch hat – ein E-Book-Reader wiegt immer das Gleiche. Auch muss man nicht unbedingt das Haus verlassen oder auf einen Postboten warten. Das E-Book kann einfach digital eingekauft und heruntergeladen werden und schon beginnt das Lesevergnügen. Gleichzeitig werden Fans von dem Geruch des Papiers und dem Gefühl, etwas Handfestes in der Hand zu haben, sicher auch weiterhin zu einem gedruckten Buch greifen.

Aus dem Zwielicht hinein in das Liebeschaos

E-Books haben aber auch die Autorenwelt verändert. Denn die Veröffentlichung eines E-Books erleichtert es neuen Autoren, Bücher im Selbstverlag herauszubringen ohne dass ihnen dabei Kosten entstehen. Zu ihnen gehört auch Carolin Kippels. Die 21 jährige Studentin aus Gummersbach hatte ihr erstes Buch, einen Thriller, ohne Verlagsunterstützung veröffentlicht. Das bedeutet, dass sie ohne professionelle Betreuung und Marketingmaßnahmen an den Start gegangen ist, dabei aber für sich wertvolle Erfahrung sammeln konnte.

tas_trends-art-style_Caroline Kippels

Dann begann ihre Zusammenarbeit mit dem Ullstein Forever. Ihr zweites Buch, der Science-Fiction Roman „Gegen das Zwielicht“, erschien im November 2015. Es ist für 2,99 Euro erhältlich. Nicht nur das Lektorat, das wertvolle Hinweise für die Entwicklung der Geschichte lieferte, sondern auch die Marketingmaßnahmen brachten Carolin Kippels einen großen Schritt weiter. Gemeinsam mit ihrem Verlag war sie auf der Leipziger Buchmesse. Dort traf sie bei einem Meet & Greet auch erstmalig auf ihre Fans. In ihrem neuen Buch, das im Juni 2016 erschien, wandte sie sich einem für sie völlig neuem Genre zu: Dem Liebesroman. Er heißt „Chaostheorie der Liebe“.

tas_trends-art-style_Caroline-Kippels_Chaostheorie-Cover

Obwohl die Themen so unterschiedlich erscheinen, haben sie doch eins gemeinsam: es dreht sich bei beiden um zwischenmenschliche Prozesse. Diese waren es auch, die Carolin Kippels überhaupt zum Schreiben brachte. In ihrer Schulzeit entstanden darüber ihre ersten Kurzgeschichten. Nahezu folgerichtig entschied sie sich, nach ihrem Abitur ein Psychologiestudium zu beginnen. Das Schreiben kam dabei aber nicht zu kurz. Im Gegenteil. Ihr viertes Buch, die Fortsetzung der Chaostheorie der Liebe, befindet sich bereits im Lektorat. Und am 8. August startet bei Facebook noch vor der Frankfurter Buchmesse eine Blog tour zu „Chaostheorie der Liebe“. Mehr Informationen über Caroline Kippels finden Sie unter https://www.facebook.com/carolinkippelsautor/ sowie auf Instagram und Twitter.

Klapptext Chaostheorie der Liebe

Gefühlschaos vorprogrammiert!

Alina und Gabriel könnten unterschiedlicher nicht sein: Sie kommt aus schwierigen Verhältnissen und muss sich jeden Cent hart erarbeiten. Trotzdem hat sie ein großes Herz. Er ist ein Draufgänger, ein arroganter Bad Boy mit viel Kohle, schnellen Autos und einer Vorliebe für wilde Partys. Alina hilft ehrenamtlich auf der Kinderstation des Krankenhauses aus, wo sie die schwer kranke Mia betreut. Hier trifft sie auf Gabriel, der nacheiner Schlägerei Sozialstunden ableisten muss. Sofortgeraten die beiden aneinander. Doch als sie Mia einen Herzenswunsch, eine Reise in die USA, ermöglichen wollen, gehen die beiden einen ungewöhnlichen Deal ein. Gabriel organisiert die Spendengelder, dafür muss Alina sich auf der Betriebsfeier als seine Freundin ausgeben. Alina erkennt, dass auch Gabriel eine weiche Seite hat. Die beiden kommen sich langsam näher und merken, dass sie vielleicht gar nicht so verschieden sind…

Leseprobe Chaostheorie der Liebe

»Du kannst ja richtig nett sein, wenn du willst«, erwiderte Gabriel.

»Na, dasselbe kann man von dir aber auch sagen.« Es stimmte. Gabriel verhielt sich nicht immer vorbildlich, aber konnte, wenn er wollte, wirklich charmant und aufmerksam sein. »Ich würde mich trotzdem gerne revanchieren. Wie wäre es, wenn wir in Las Vegas mal zusammen ausgehen?«, fragte er und suchte ihren Blick. Alina suchte in seinem Gesicht nach einem Zeichen dafür, dass er sich gerade einen Spaß mit ihr erlaubte. Sie fand nichts. Anscheinend lud Gabriel Ehrenhover sie auf ein Date ein. Zumindest klang es so. Sie zögerte und wusste einen Augenblick lang nicht, was sie sagen sollte. »Ja. Das klingt gut. Ich würde gerne mal Las Vegas bei Nacht sehen…« Sie machte eine kurze Pause. »Mit dir.«

Gabriel lächelte. Anscheinend freute er sich ebenfalls darauf, mit ihr Zeit zu verbringen. Gemeinsam würden sie also Las Vegas unsicher machen. Sie war ein wenig über sich selbst überrascht und spürte eine leichte Aufregung. Sie hätte nie gedacht, dass sie irgendwann einmal mit Gabriel ausgehen würde. Sie war schließlich davon ausgegangen, dass er arrogant war und sie Beide viel zu unterschiedlich waren. Und jetzt war sie hier in Kansas City und hatte anscheinend einem Date zugesagt. Alina lächelte ihn entschuldigend an und ging kurz auf die Damentoilette.

Dort musterte sie ihr Spiegelbild. Sie war etwas gebräunter als sonst. Während sie sich so betrachtete, bemerkte sie noch deutlicher, dass sie wegen des Dates mit Gabriel nervös war. Also atmete sie, ähnlich wie Gabriel nach der Achterbahnfahrt, noch einmal kurz durch.

»Er ist doch auch nur ein Typ«, murmelte sie und versuchte so, ihre Aufregung herunterzuspielen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

2016 Copyright tas medienhaus